Ein aus patienteneigenen Zellen der äußeren Haarwurzelscheide (ORS) gezüchtetes epidermales Äquivalent zur Behandlung chronischer Wunden. Alternative zur stationär durchgeführten plastischen Deckung mittels Mesh-Graft.
Für die Kultivierung der epidermalen Äquivalente werden die notwendigen Zellen durch Zupfen von anagenen Kopfhaaren des Patienten gewonnen. Die äußere Haarwurzelscheide der isolierten Haarfollikel enthält Vorläuferzellen für epidermale Keratinozyten. Bereits nach wenigen Tagen beginnen die Keratinozyten in der Primärkultur auszuwachsen. Nach 2-3 Wochen ist die Vermehrung der Zellen dann abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Kryokonservierung der Zellen für weitere oder spätere Applikationen möglich.
Unter organotypischen Kulturbedingungen differenzieren die Keratinozyten dann in einem zweiten komplexen Prozess innerhalb von 2 Wochen zu einem Gewebe, das in seinem mehrschichtigen Aufbau der menschlichen Epidermis weitgehend entspricht.
Die hohe proliferative Kapazität der Zellen der äußeren Haarwurzelscheide bleibt bei der In-vitro-Kultivierung unabhängig vom Alter des Patienten erhalten.
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